EVU-Sperrzeiten

EVU-Sperrzeiten sind zeitlich begrenzte Abschalt- oder Leistungsreduzierungsphasen von Wärmepumpen, die durch den Energieversorger (EVU) veranlasst werden. 

Erklärung

Was unter EVU-Sperrzeiten verstanden wird

Im Rahmen bestimmter Stromtarife behalten sich Energieversorger das Recht vor, Wärmepumpen zeitweise vom Stromnetz zu trennen oder ihre Leistungsaufnahme zu begrenzen.
 Diese Sperrzeiten dienen der Entlastung des Stromnetzes in Phasen hoher Auslastung.

Wann EVU-Sperrzeiten auftreten

EVU-Sperrzeiten werden in der Regel:

  • zu Zeiten hoher Netzbelastung
  • abhängig vom gewählten Wärmepumpentarif
  • regional unterschiedlich

festgelegt. Die genauen Zeitfenster sind vertraglich geregelt.

Dauer und Auswirkungen

Die Dauer der Sperrzeiten ist begrenzt und beträgt meist:

  • mehrere kurze Zeitfenster pro Tag
  • insgesamt nur wenige Stunden

Moderne Wärmepumpensysteme sind so ausgelegt, dass sie diese Zeiten durch Wärmespeicherung überbrücken können.

Technische Voraussetzungen

Damit EVU-Sperrzeiten umgesetzt werden können, sind:

  • steuerbare Verbrauchseinrichtungen
  • entsprechende Schalttechnik
  • geeignete Regelungskonzepte

erforderlich. Diese Komponenten sind Teil der elektrischen Anbindung der Wärmepumpe.

Bedeutung für Planung und Betrieb

Bei der Planung einer Wärmepumpenanlage müssen EVU-Sperrzeiten berücksichtigt werden, insbesondere:

  • bei der Auslegung von Pufferspeichern
  • bei der Wahl der Heizflächen
  • bei der Regelungsstrategie

Eine fachgerechte Planung stellt sicher, dass der Wohnkomfort trotz Sperrzeiten erhalten bleibt.

Einordnung

EVU-Sperrzeiten sind ein fester Bestandteil bestimmter Wärmepumpentarife und kein technischer Mangel der Anlage.
 Sie beeinflussen die Planung, haben jedoch bei korrekt ausgelegten Systemen kaum spürbare Auswirkungen auf den Betrieb.