Wärmepumpentarif

 Ein Wärmepumpentarif ist ein spezieller Stromtarif, der für den Betrieb von Wärmepumpen angeboten wird und sich in Preisgestaltung und technischen Voraussetzungen von herkömmlichen Haushaltsstromtarifen unterscheidet. 

Was unter einem Wärmepumpentarif verstanden wird

Wärmepumpentarife richten sich an Haushalte, die ihre Wärmepumpe über einen separaten Stromanschluss oder Zähler betreiben.
 Sie werden häufig zu günstigeren Arbeitspreisen angeboten, da Wärmepumpen als steuerbare Verbraucher gelten.

Im Gegenzug akzeptieren Nutzer bestimmte technische und vertragliche Rahmenbedingungen.

Technische Voraussetzungen

Für einen Wärmepumpentarif sind in der Regel erforderlich:

  • ein separater Stromzähler
  • eine steuerbare Verbrauchseinrichtung
  • eine Anbindung an den Energieversorger

Diese Voraussetzungen ermöglichen es dem Versorger, den Strombezug zeitweise zu steuern.

Zusammenhang mit EVU-Sperrzeiten

Wärmepumpentarife sind häufig mit sogenannten EVU-Sperrzeiten verbunden.
In diesen Zeiträumen kann die Stromzufuhr zur Wärmepumpe kurzzeitig unterbrochen oder begrenzt werden, um das Stromnetz zu entlasten.

Moderne Anlagen sind so ausgelegt, dass diese Zeiten durch Wärmespeicherung überbrückt werden können.

Unterschiede zum Haushaltsstromtarif

Im Vergleich zum normalen Stromtarif:

  • sind die Arbeitspreise oft niedriger
  • gelten besondere technische Anforderungen
  • besteht eine eingeschränkte Verfügbarkeit während Sperrzeiten

Ob sich ein Wärmepumpentarif lohnt, hängt vom individuellen Systemkonzept ab.

Einordnung

Ein Wärmepumpentarif kann die Betriebskosten einer Wärmepumpe senken, erfordert jedoch eine angepasste technische Planung.
 Die Entscheidung sollte immer im Zusammenhang mit Anlagenkonzept, Speichergröße und Nutzerverhalten getroffen werden.

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