Zweitarifzähler

 Ein Zweitarifzähler ist ein Stromzähler, der den Energieverbrauch getrennt nach zwei unterschiedlichen Tarifzeiten erfasst, meist als Hochtarif (HT) und Niedertarif (NT)

Was unter einem Zweitarifzähler verstanden wird

Der Zweitarifzähler misst den Stromverbrauch zu unterschiedlichen Zeiten getrennt.
 Je nach Tageszeit oder Netzsituation wird automatisch zwischen zwei Tarifstufen umgeschaltet, die unterschiedliche Strompreise haben.

Diese Umschaltung erfolgt nicht manuell, sondern über festgelegte Steuerzeiten des Energieversorgers.

Typische Einsatzbereiche

Zweitarifzähler werden häufig eingesetzt bei:

  • Wärmepumpen
  • elektrischen Heizsystemen
  • Nachtspeicherheizungen
  • speziellen Stromtarifen mit Zeitfenstern

Sie ermöglichen eine günstigere Abrechnung zu bestimmten Zeiten.

Zusammenhang mit Stromtarifen

Der Zweitarifzähler ist eng mit zeitabhängigen Stromtarifen verbunden.
 Während im Hochtarif höhere Preise gelten, ist der Strom im Niedertarif meist günstiger.

Ob und wann umgeschaltet wird, hängt vom jeweiligen Tarifvertrag ab.

Technische Voraussetzungen

Für den Betrieb eines Zweitarifzählers sind erforderlich:

  • ein geeigneter Stromtarif
  • eine technische Umschaltung zwischen den Tarifzeiten
  • entsprechende Freigabe durch den Energieversorger

Die Installation erfolgt in der Regel durch den Netzbetreiber.

Bedeutung für Wärmepumpen

Bei Wärmepumpen kann ein Zweitarifzähler helfen, Betriebskosten zu senken.
 Die Nutzung ist jedoch oft an zusätzliche Bedingungen wie EVU-Sperrzeiten oder steuerbare Verbrauchseinrichtungen geknüpft.

Einordnung

Ein Zweitarifzähler ist ein technisches Hilfsmittel zur zeitabhängigen Stromabrechnung.
 Ob er sinnvoll ist, hängt vom individuellen Verbrauchsprofil und vom gewählten Stromtarif ab.

Weiterführende Artikel

Weitere Beiträge rund um Stromtarife, Verbrauch und Wirtschaftlichkeit:

Thematisch passende Definitionen

Wichtige Begriffe im Zusammenhang mit Stromnutzung und Kosten: