Agri-Photovoltaik (Agri-PV) bezeichnet die gleichzeitige Nutzung landwirtschaftlicher Flächen für Ackerbau oder Tierhaltung und die Erzeugung von Solarstrom durch Photovoltaikanlagen.
Der Begriff Agri-Photovoltaik beschreibt ein Nutzungskonzept, bei dem Photovoltaikanlagen so auf landwirtschaftlichen Flächen installiert werden, dass die landwirtschaftliche Bewirtschaftung weiterhin möglich bleibt.
Im Mittelpunkt steht die Doppelnutzung derselben Fläche – im Gegensatz zu klassischen Freiflächen-Photovoltaikanlagen, bei denen die landwirtschaftliche Nutzung entfällt.
Typisch für Agri-PV ist, dass die Solarmodule:
werden, um Lichtdurchlass, Maschinenzugang und Ernte nicht vollständig zu behindern.
In der Praxis werden verschiedene Bauformen unterschieden:
Die Wahl des Systems hängt stark von Kulturart, Standort und Bewirtschaftungsform ab.
Agri-PV wird vor allem wegen ihrer Flächeneffizienz betrachtet:
Trotz der Vorteile ist Agri-Photovoltaik technisch und planerisch anspruchsvoll:
Eine sorgfältige Standort- und Nutzungsplanung ist daher entscheidend.
Während bei der Freiflächen-Photovoltaik landwirtschaftliche Flächen ausschließlich zur Stromerzeugung genutzt werden, bleibt bei Agri-PV die landwirtschaftliche Nutzung erhalten.
Agri-Photovoltaik gilt daher als Ansatz zur Doppelnutzung statt Flächenverdrängung.
Agri-Photovoltaik verbindet landwirtschaftliche Nutzung und Solarstromerzeugung auf einer Fläche. Sie gilt als ein Ansatz, um Energiegewinnung und Landwirtschaft besser miteinander zu vereinbaren, erfordert jedoch eine standortgerechte Planung und realistische Erwartungen an Ertrag und Nutzung.