Bodenbewirtschaftung unter PV-Anlagen: Definition

Bodenbewirtschaftung unter PV-Anlagen bezeichnet die landwirtschaftliche Nutzung von Flächen, die sich unter oder zwischen Photovoltaikmodulen befinden. 

Was bedeutet Bodenbewirtschaftung unter PV-Anlagen?

Der Begriff beschreibt alle Maßnahmen der landwirtschaftlichen Nutzung und Pflege, die trotz installierter Photovoltaikanlagen weiterhin erfolgen.
Dazu gehören je nach Nutzungskonzept:

  • Ackerbau
  • Grünlandbewirtschaftung
  • Beweidung
  • Bodenpflege und Humusaufbau

Besonders relevant ist dieser Begriff im Zusammenhang mit Agri-Photovoltaik, bei der die landwirtschaftliche Nutzung ausdrücklich erhalten bleiben soll.

Besondere Anforderungen

Die Bodenbewirtschaftung unter PV-Anlagen stellt besondere Anforderungen an:

  • Modulabstand und Bauhöhe
  • Zugänglichkeit für Maschinen
  • Bodenschutz und Verdichtung
  • Lichtverteilung und Teilverschattung

Eine angepasste Planung ist erforderlich, damit die Fläche weiterhin als landwirtschaftliche Nutzfläche gelten kann.

Abgrenzung

  • Bodenbewirtschaftung unter Agri-PV → landwirtschaftliche Nutzung bleibt erhalten
  • Freiflächen-PV ohne Nutzung → Fläche wird nicht landwirtschaftlich bewirtschaftet

Der Unterschied ist entscheidend für die Einordnung der Fläche im Rahmen von Flächennutzung und Planung.

Fazit

Bodenbewirtschaftung unter PV-Anlagen beschreibt die fortgeführte landwirtschaftliche Nutzung trotz technischer Überbauung.
 Sie ist ein zentrales Element von Doppelnutzungskonzepten im Bereich erneuerbarer Energien.