Ereignisbasierte Steuerung bezeichnet ein Steuerungskonzept, bei dem technische Aktionen nicht zeitgesteuert, sondern durch konkrete Ereignisse oder Zustandsänderungen ausgelöst werden.
Im Gegensatz zu festen Zeitplänen reagiert eine ereignisbasierte Steuerung auf tatsächliche Situationen. Erst wenn ein definiertes Ereignis eintritt, wird eine Aktion ausgelöst.
✔ Reaktion auf Zustandsänderungen
✔ keine festen Zeitvorgaben erforderlich
✔ bedarfsorientierte Steuerung
Das System handelt also nur dann, wenn es notwendig ist.
Ereignisse entstehen durch Messwerte, Zustände oder Meldungen technischer Systeme.
✔ Temperatur überschreitet Grenzwert
✔ Bewegung oder Anwesenheit wird erkannt
✔ Wasserleck oder Störung tritt auf
✔ Energieverbrauch erreicht definiertes Niveau
Diese Ereignisse dienen als Auslöser für Steuerungslogiken.
Die ereignisbasierte Steuerung folgt einer klaren Abfolge:
✔ Sensorik erfasst ein Ereignis
✔ Information wird über das System weitergeleitet
✔ Steuerlogik bewertet das Ereignis
✔ Aktorik führt eine Aktion aus
Die Entscheidung erfolgt regelbasiert und nachvollziehbar.
Ereignisbasierte Steuerung baut häufig auf Monitoring-Daten auf, unterscheidet sich jedoch klar von reinem Monitoring.
✔ Monitoring: beobachten und melden
✔ ereignisbasierte Steuerung: reagieren und ausführen
✔ unterschiedliche Systemebenen
Monitoring kann ohne Steuerung sinnvoll sein, umgekehrt jedoch nicht.
Im Altbau eignet sich die ereignisbasierte Steuerung besonders für schrittweise Digitalisierung, da sie gezielt und begrenzt eingesetzt werden kann.
✔ geringe Eingriffe in bestehende Technik
✔ flexible Nachrüstung
✔ klare Funktionsgrenzen
So lassen sich einzelne Prozesse automatisieren, ohne das gesamte System umzubauen.
Zeitgesteuerte Systeme arbeiten unabhängig vom tatsächlichen Bedarf.
✔ zeitgesteuert: feste Uhrzeiten
✔ ereignisbasiert: reale Zustände
✔ unterschiedliche Steuerungslogik
Ereignisbasierte Konzepte sind in vielen Fällen effizienter.
Ereignisbasierte Steuerung wird häufig durch Kommunikationssysteme unterstützt.
✔ MQTT überträgt Ereignisse
✔ Steuerlogik bewertet Informationen
✔ Aktorik setzt Aktionen um
Dabei bleibt die Architektur modular und erweiterbar.
Ereignisbasierte Steuerung ist ein zentrales Konzept moderner Gebäudetechnik. Sie ermöglicht bedarfsgerechte Abläufe, reduziert unnötige Eingriffe und eignet sich besonders für Bestandsgebäude mit gewachsener Technik.