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🏷️ VDE-AR-N 4105 und VDE 0126-1-1

Was steckt dahinter?

   Die Installation und der Netzanschluss von Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) in Deutschland unterliegen strengen technischen Vorschriften. Zwei der wichtigsten Normen in diesem Bereich sind VDE-AR-N 4105 und VDE 0126-1-1. Sie regeln die Sicherheit, Funktion und Netzintegration von Stromerzeugungsanlagen im Niederspannungsnetz.

⚡ VDE-AR-N 4105 – Der aktuelle Standard
Diese Norm gilt für Erzeugungsanlagen mit einer Leistung bis 135 kW, die an das öffentliche Niederspannungsnetz angeschlossen werden. Sie wurde vom VDE FNN (Forum Netztechnik/Netzbetrieb) veröffentlicht und ersetzt ältere Vorschriften wie die VDE 0126.

Die wichtigsten Inhalte:
Technische Anforderungen an Wechselrichter

Schutzmaßnahmen bei Netzfehlern

Automatische Netztrennung (NA-Schutz)

Kommunikation mit dem Netzbetreiber

Diese Norm ist verbindlich bei Neuinstallationen und bei Netzanschlussanfragen.

🔌 VDE 0126-1-1 – Vorgänger der 4105
Die Norm VDE 0126-1-1 war der frühere Standard, insbesondere für kleinere PV-Anlagen, und legt fest, wie Wechselrichter bei Netzstörungen reagieren müssen. Obwohl sie heute durch die 4105 ersetzt wurde, findet man noch viele Wechselrichter mit dieser Zertifizierung. Diese bleiben weiterhin zulässig, sofern keine Neuinstallation erfolgt.

✅ Warum sind diese Normen so wichtig?
Für jede Netzeinspeisung in Deutschland:

Muss der Wechselrichter eine gültige VDE-Zertifizierung haben.

Muss die PV-Anlage konform zur VDE-AR-N 4105 installiert werden.

Können Versicherungen und Netzbetreiber den Anschluss oder Schadensregulierungen verweigern, wenn die Normen nicht eingehalten wurden.

👷 Fazit für Installateure und Betreiber
Ohne Nachweis über die Einhaltung dieser Normen darf eine PV-Anlage nicht ans Netz. Installateure müssen ihre Systeme und Schulungen stets auf dem aktuellen Stand halten und die VDE-Normen in ihre Planungen, Installationen und Dokumentationen integrieren.