vor 3 Monaten
Kurzbeschreibung Viele Hausbesitzer wundern sich, dass ihre Wärmepumpe auch im Sommer läuft. In den meisten Fällen hat das mit der Warmwasserbereitung oder bestimmten Schutzfunktionen der Anlage zu tun.
Im Sommer ist die Heizperiode normalerweise beendet. Trotzdem stellen viele Hausbesitzer fest, dass ihre Wärmepumpe weiterhin aktiv ist.
Der Ventilator läuft, der Kompressor startet gelegentlich oder die Anlage erzeugt weiterhin Stromverbrauch.
Das führt oft zu der Frage:
Warum läuft eine Wärmepumpe überhaupt im Sommer?
In den meisten Fällen ist dieses Verhalten völlig normal.
Auch wenn das Haus nicht beheizt werden muss, benötigen Haushalte weiterhin warmes Wasser.
Die Wärmepumpe übernimmt deshalb weiterhin die Warmwasserbereitung für Dusche, Bad oder Küche.
Dabei arbeitet die Anlage in der Regel in größeren Zeitabständen als im Heizbetrieb.
Typischer Ablauf:
Warmwasserspeicher kühlt ab
Temperatur unterschreitet Sollwert
Wärmepumpe startet
Speicher wird wieder aufgeheizt
Anschließend schaltet sich die Anlage wieder ab.
Viele Wärmepumpenanlagen besitzen eine Funktion zum Schutz vor Legionellen.
Dabei wird der Warmwasserspeicher in bestimmten Abständen auf eine höhere Temperatur aufgeheizt, häufig auf etwa 60 °C.
Dieser Vorgang kann dazu führen, dass die Wärmepumpe oder ein zusätzlicher Heizstab aktiviert wird.
Für Hausbesitzer wirkt es dann so, als würde die Anlage „unnötig“ laufen.
Tatsächlich handelt es sich jedoch um eine Sicherheitsfunktion.
Auch wenn der Kompressor gerade nicht läuft, können andere Komponenten Strom verbrauchen.
Dazu gehören beispielsweise:
Zirkulationspumpen für Warmwasser
Heizungsumwälzpumpen
Steuerung und Elektronik der Anlage
Dieser Verbrauch ist meist deutlich kleiner als im Heizbetrieb, aber dennoch messbar.
Einige Wärmepumpen können im Sommer zusätzlich kühlen.
Bei solchen Anlagen wird die Wärme aus dem Gebäude nach außen abgeführt.
Dabei kann der Ventilator der Außeneinheit auch an warmen Tagen laufen.
Dieser Betriebsmodus wird häufig als:
Kühlbetrieb
passive Kühlung
aktive Kühlung
bezeichnet.
In manchen Fällen läuft eine Wärmepumpe im Sommer häufiger als notwendig.
Mögliche Ursachen können sein:
zu hohe Warmwassertemperatur
sehr häufige Legionellenschaltung
falsch eingestellte Regelung
dauerhaft laufende Zirkulationspumpe
In solchen Fällen kann der Stromverbrauch unnötig steigen.
Viele Hausbesitzer bemerken den Sommerbetrieb erst nachts.
Da keine Heizkörper mehr arbeiten und die Umgebung ruhiger ist, fallen Geräusche der Wärmepumpe stärker auf.
Der gelegentliche Betrieb der Anlage ist jedoch meist normal und hängt mit der Warmwasserbereitung zusammen.
Dass eine Wärmepumpe im Sommer gelegentlich läuft, ist in den meisten Fällen völlig normal.
Die Anlage erzeugt weiterhin Warmwasser und führt gelegentlich Schutzfunktionen wie den Legionellenschutz aus.
Nur wenn die Wärmepumpe sehr häufig startet oder ungewöhnlich viel Strom verbraucht, kann es sinnvoll sein, die Einstellungen der Anlage zu überprüfen.
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