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Wärmepumpe im Sommer – warum läuft sie überhaupt?

Kurzbeschreibung Viele Hausbesitzer wundern sich, dass ihre Wärmepumpe auch im Sommer läuft. In den meisten Fällen hat das mit der Warmwasserbereitung oder bestimmten Schutzfunktionen der Anlage zu tun.

Wärmepumpe im Sommer – warum sie überhaupt läuft

Im Sommer ist die Heizperiode normalerweise beendet. Trotzdem stellen viele Hausbesitzer fest, dass ihre Wärmepumpe weiterhin aktiv ist.

Der Ventilator läuft, der Kompressor startet gelegentlich oder die Anlage erzeugt weiterhin Stromverbrauch.

Das führt oft zu der Frage:

Warum läuft eine Wärmepumpe überhaupt im Sommer?

In den meisten Fällen ist dieses Verhalten völlig normal.

Die wichtigste Ursache: Warmwasserbereitung

Auch wenn das Haus nicht beheizt werden muss, benötigen Haushalte weiterhin warmes Wasser.

Die Wärmepumpe übernimmt deshalb weiterhin die Warmwasserbereitung für Dusche, Bad oder Küche.

Dabei arbeitet die Anlage in der Regel in größeren Zeitabständen als im Heizbetrieb.

Typischer Ablauf:

Warmwasserspeicher kühlt ab

Temperatur unterschreitet Sollwert

Wärmepumpe startet

Speicher wird wieder aufgeheizt

Anschließend schaltet sich die Anlage wieder ab.

Legionellenschutz – zusätzliche Heizphasen

Viele Wärmepumpenanlagen besitzen eine Funktion zum Schutz vor Legionellen.

Dabei wird der Warmwasserspeicher in bestimmten Abständen auf eine höhere Temperatur aufgeheizt, häufig auf etwa 60 °C.

Dieser Vorgang kann dazu führen, dass die Wärmepumpe oder ein zusätzlicher Heizstab aktiviert wird.

Für Hausbesitzer wirkt es dann so, als würde die Anlage „unnötig“ laufen.

Tatsächlich handelt es sich jedoch um eine Sicherheitsfunktion.

Zirkulationspumpen und Zusatzverbrauch

Auch wenn der Kompressor gerade nicht läuft, können andere Komponenten Strom verbrauchen.

Dazu gehören beispielsweise:

Zirkulationspumpen für Warmwasser

Heizungsumwälzpumpen

Steuerung und Elektronik der Anlage

Dieser Verbrauch ist meist deutlich kleiner als im Heizbetrieb, aber dennoch messbar.

Sommerbetrieb bei reversiblen Wärmepumpen

Einige Wärmepumpen können im Sommer zusätzlich kühlen.

Bei solchen Anlagen wird die Wärme aus dem Gebäude nach außen abgeführt.
Dabei kann der Ventilator der Außeneinheit auch an warmen Tagen laufen.

Dieser Betriebsmodus wird häufig als:

Kühlbetrieb

passive Kühlung

aktive Kühlung

bezeichnet.

Wann der Sommerbetrieb ein Problem sein kann

In manchen Fällen läuft eine Wärmepumpe im Sommer häufiger als notwendig.

Mögliche Ursachen können sein:

zu hohe Warmwassertemperatur

sehr häufige Legionellenschaltung

falsch eingestellte Regelung

dauerhaft laufende Zirkulationspumpe

In solchen Fällen kann der Stromverbrauch unnötig steigen.

Beispiel aus der Praxis

Viele Hausbesitzer bemerken den Sommerbetrieb erst nachts.
Da keine Heizkörper mehr arbeiten und die Umgebung ruhiger ist, fallen Geräusche der Wärmepumpe stärker auf.

Der gelegentliche Betrieb der Anlage ist jedoch meist normal und hängt mit der Warmwasserbereitung zusammen.

Fazit

Dass eine Wärmepumpe im Sommer gelegentlich läuft, ist in den meisten Fällen völlig normal.
Die Anlage erzeugt weiterhin Warmwasser und führt gelegentlich Schutzfunktionen wie den Legionellenschutz aus.

Nur wenn die Wärmepumpe sehr häufig startet oder ungewöhnlich viel Strom verbraucht, kann es sinnvoll sein, die Einstellungen der Anlage zu überprüfen.

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