vor 3 Monaten
Häufiges Takten gehört zu den typischen Problemen bei Wärmepumpen. Zu viele Verdichterstarts können Effizienz und Lebensdauer der Anlage beeinflussen.
Als Takten bezeichnet man das häufige Ein- und Ausschalten des Verdichters einer Wärmepumpe.
Der Verdichter startet, erzeugt Wärme und schaltet sich nach kurzer Zeit wieder ab.
Wenn dieser Vorgang sehr häufig auftritt, spricht man von starkem Takten.
Die genaue Anzahl hängt von Gebäude, Heizsystem und Regelung der Anlage ab.
Typische Richtwerte:
10–30 Starts pro Tag – sehr guter Betrieb
30–60 Starts pro Tag – noch akzeptabel
über 80 Starts pro Tag – häufig ein Hinweis auf ein Problem
Ein dauerhaft starkes Takten kann den Stromverbrauch erhöhen und die Lebensdauer des Verdichters verkürzen.
Zu große Wärmepumpe
Eine überdimensionierte Anlage produziert mehr Wärme, als das Gebäude benötigt.
Die Wärmepumpe erreicht schnell die gewünschte Temperatur und schaltet sich wieder ab.
Niedrige Heizlast des Gebäudes
Bei milden Außentemperaturen oder gut gedämmten Gebäuden ist der Wärmebedarf gering.
Auch hier kann die Anlage häufiger ein- und ausschalten.
Fehlender hydraulischer Abgleich
Wenn das Heizsystem hydraulisch nicht korrekt eingestellt ist, wird Wärme nicht gleichmäßig verteilt.
Die Wärmepumpe reagiert dann oft mit häufigem Starten und Stoppen.
Fehlender oder falsch dimensionierter Pufferspeicher
Ein Pufferspeicher kann helfen, kurzfristige Wärmeüberschüsse zu speichern und den Betrieb der Wärmepumpe zu stabilisieren.
Häufige Verdichterstarts führen dazu, dass die Wärmepumpe nicht dauerhaft im optimalen Betriebsbereich arbeitet.
Die möglichen Folgen:
höherer Stromverbrauch
schlechtere Jahresarbeitszahl
stärkere Belastung des Verdichters
Ein gewisses Takten ist bei Wärmepumpen normal.
Wenn jedoch sehr viele Verdichterstarts auftreten, sollte die Anlage technisch überprüft werden.
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COP (Coefficient of Performance)