Abtauvorgang

Kurzdefinition

Der Abtauvorgang ist ein automatischer Prozess bei Luftwärmepumpen, bei dem Eis vom Wärmetauscher im Außengerät entfernt wird.


Erklärung

Luftwärmepumpen entziehen der Außenluft Wärme. Dabei wird der Wärmetauscher im Außengerät stark abgekühlt.

Wenn die Außentemperatur niedrig ist und gleichzeitig eine hohe Luftfeuchtigkeit vorhanden ist, kann sich Eis auf den Lamellen des Wärmetauschers bilden. Diese Eisschicht verhindert, dass die Wärmepumpe weiterhin effizient Wärme aus der Luft aufnehmen kann.

Um den normalen Betrieb wiederherzustellen, startet die Wärmepumpe automatisch den Abtauvorgang.

Wie funktioniert der Abtauvorgang?

Während des Abtauvorgangs wird der Wärmetauscher kurzzeitig erwärmt. Dadurch schmilzt das Eis auf den Lamellen und das Wasser kann ablaufen.

Der Ablauf ist meist automatisiert:

  1. Die Anlage erkennt eine Vereisung des Wärmetauschers.
  2. Der Heizbetrieb wird kurzzeitig unterbrochen.
  3. Der Wärmetauscher wird erwärmt.
  4. Das Eis schmilzt und wird entfernt.

Der gesamte Vorgang dauert in der Regel nur wenige Minuten.

Wann tritt der Abtauvorgang auf?

Der Abtauvorgang tritt besonders häufig bei folgenden Wetterbedingungen auf:

  • Temperaturen um den Gefrierpunkt
  • hohe Luftfeuchtigkeit
  • Nebel oder feuchte Wintertage.

Bei sehr kalter und trockener Luft bildet sich dagegen oft weniger Eis.

Einfluss auf Effizienz

Während des Abtauvorgangs erzeugt die Wärmepumpe kurzfristig keine Heizwärme. Gleichzeitig wird Energie benötigt, um den Wärmetauscher zu erwärmen.

Deshalb kann der Stromverbrauch von Luftwärmepumpen im Winter etwas höher sein als in der Übergangszeit.

Moderne Wärmepumpen sind jedoch so konstruiert, dass der Abtauvorgang möglichst effizient abläuft.

Fazit

Der Abtauvorgang ist ein normaler Bestandteil des Betriebs von Luftwärmepumpen. Er sorgt dafür, dass Eisbildung am Wärmetauscher entfernt wird und die Anlage weiterhin Wärme aus der Außenluft aufnehmen kann.

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